„Müssen diese Party-Schweine erwischen“: Das große Interview mit einem Corona-Denunzianten

Michael An-Scheißer Ist Hauptdenunziant im Kreis Bitburg-Plem-Plem in der Eifel. Er erklärt uns im Interview warum sich so viele Menschen anstecken und was die Behörden dagegen unternehmen.

Herr An-Scheißer die Infektionszahlen steigen immer weiter. Was ist los bei Ihnen?

Das kann ich Ihnen sagen: Anfang Oktober gab es hier eine Party, da kamen zwei Leute. Wir mussten sie auseinander treiben. Feiern ist hier verboten. Später stellte sich heraus, dass die eine Corona hieß und der andere hieß Covid. Einer von den Beiden war erst 19. Ist das nicht Wahnsinn? Abends haben die beiden dann weiter gefeiert. Mitten im Dorf an der Hauptstraße. Da gibt es eine Drücker-Ampel, die sprang von grün auf rot. Das gab's hier noch nie! Einer von den beiden hat dann sogar eine Bierflasche aufgemacht und mitten in der Öffentlichkeit getrunken. Jeder Dorfbewohner hier weiß, dass das fatale Folgen haben kann. Wir können es nicht zulassen dass von außen hier die blanke Verblödung eingeschleppt wird.

Da soll noch mal einer sagen, das Landleben sei langweilig.

Ja Mann, absolut unglaublich. Wir hatten auch schon versucht um 16 Uhr die Bürgersteige hochzuklappen, damit diese Party-Terroristen nicht auf dem Gehweg laufen können. Aber die sind einfach auf der anderen Straßenseite weiterlegelaufen. Ich sag Ihnen, diese Wichte sind verdammt clever. Vor ein paar Tagen lieferten sich zwei ältere Damen ein Rollator-Wettrennen mitten im Einkaufszentrum vor dem Aldi.

Und die Behörden sind machtlos?

Die Behörden sind nicht machtlos. Aber sie können nicht überall sein. Am Abend und nachts sind die Behörden dicht. Die haben mir sogar ein modernen Fernglas mit Fern-Abhörfunktion gegeben. Damit kann ich diese Party-Wichte aus der Ferne nicht nur sehen, sondern auch hören. Genau das was man braucht, wenn man die ganze Nacht Wache hält.

Bekommen Sie für Ihre Tätigkeit Geld?

Ich bekomme keinen Lohn oder sowas. Aber eine Vergütung pro überführtem Party-Macher

Das heißt je mehr Leute sie anscheißen, desto mehr Geld bekommen Sie vom Staat?

Ähm ja. ähm kann sein, so gesehen. äh.. hihi.

Was machen sie, wenn es einen neuen Lockdown gibt?

Dann hab ich mehr Zeit meine Frau zu begatten und danach gehen wir dann Schnitzel essen. Eigentlich wie immer.

Und im Restaurant geben Sie auch brav Ihre Kontaktdaten an?

Ja natürlich. Ich benutze immer ein Pseudonym, wie alle anderen hier im Dorf auch. Ich benutze immer den Namen Mickey Mouse, Wohnort: Entenhausengasse 5, in 0815 Plem-Plem.

Kleiner Hinweis: das Original-Interview gibt es hier