Lustige Geschichten für Kinder

Auf dieser Seite findest du einige lustige Kurzgeschichten für Kinder und Familien. Diese sind ideal zum Vorlesen und Lesen vor dem Schlafengehen. Einfach mal stöbern.
Viel Spaß beim Lesen.


1) Ein Krokodil zum Geburtstag

Marie wünscht sich ein Krokodil zum Geburtstag. Sie mag Reptilien. Eigentlich mag sie Dinosaurier am liebsten. Sie würde gerne einen Triceratops als Haustier haben. Aber leider sind die Dinosaurier schon ausgestorben.

Als Marie zu Hause ist sagt sie ihren Eltern: „Ich möchte ein Krokodil als Haustier.“ Daraufhin sagt die Mama: „Oh, das ist keine gute Idee.“ Papa sagt: „Mh, ein Krokodil, das ist ja interessant, aber wie soll das gehen?“ Und Bruder Sven sagt: „Geil, Ein Krokodil bei uns zu Hause. Das muss ich sofort meinen Kumpels erzählen.“

Am Samstag geht Marie mit ihrem Papa zum Tierladen. Papa fragt den Verkäufer: „Guten Tag, haben Sie hier Krokodile?“ „Nein, aber wir haben einen Leguan, Echsen und Schlangen“
„Würde dir auch eine Ratte gefallen“, fragt Papa.
„Nee, ich mag nur Krokodile.“
„Wie wäre es mit einer Würgeschlange?“, fragt Papa.
„Mh.. ja ok.. eine Würgeschlange geht auch.“
„Oh, Würgeschlangen dürfen wir leider nicht an Privatpersonen verkaufen.“, meint der Verkäufer. „Zu gefährlich.“
„Aber kommt gerne mal mit. Ich zeige euch die Echsen.“

Als Marie die Echsen sieht ist sie zuerst wenig begeistert. „Die Echse sieht ja auch aus wie ein halbes Krokodil.“, findet Papa.
„Wie Öde.“, entgegnet Marie. „Wie wäre es denn wenn wir die Echse einfach Würgehals-Echsen-krokodil nennen? Marie, dann kannst du in der Schule erzählen du hast ein Würgehals-Echse-Krokodil als Haustier. Wie wäre das?“ „Das ist super Papa. Du bist der Beste!“, freut sich Marie.

„Was frisst denn so ein Würgehals-Echse-Krokodil alles?“, fragt Papa den Verkäufer Marie springt sofort ein und sagt „Die fressen Mäuse, Heuschrecken, Käfer und Hamster.“
„Ganz genau“, sagt der Verkäufer.
„Ok dann nehme ich noch ein Packung mit fünf kleinen Mäusen, eine Dose Heuschrecken und einen Eimer Käfer. Das wäre dann alles.“
„Das macht dann 734,50 Euro.“
„Ein ganz schön teurere Geburtstagsgeschenk. Findest du nicht auch?“
„Nö“, meint Marie.
Papa bezahlt und wir fahren nach Hause.

Als Marie und Papa wieder nach Hause kommen, fragt Mama: „Wo wart ihr denn so lange?“
„Wir haben Maries Geburtstagsgeschenk gekauft. Es ist ein Würgehals-Echse-Krokodil.“, antwortet Mama.
„Ihr seid doch bescheuert.“, meckert die Mama.
„Keine Panik, Mama. Es ist nur eine Echse.“, entgegnet Marie.
„Wie groß werden denn diese Echsen?“, fragt Mama.
- „Also in meinem Tierbuch steht, dass diese Echsen bis zu 2,20 Meter groß werden können.“ „Das Vieh passt doch dann niemals in den Glaskäfig da.“, wundert sich Mama.
„Kann sein. Aber wir haben ja einen großen Garten.“

Als Mama zähneknirschend weggeht, fällt Marie noch ein: „Papa, denkst du bitte daran einen Warnhinweis aufzuhängen. Für die Nachbarn. Die sollen keine Hamster, keine Kaninchen und keine Katzen draußen frei herumlaufen lassen.“


2) Hexenkekse in der Schule

Familie Schwurbels isst zusammen Abendbrot. Martin erzählt was heute in der Schule passiert ist. Er erzählt wie sein Klassenkamerad Peter heute in der Klasse Hexenkekse verteilt hat.

Peter hatte heute eine Dose mit Keksen dabei. Er verteilte sie in der Klasse und meinte das sind Hexenkekse. Die Schüler fanden das lustig. Hexenkekse hatten sie noch nie gegessen.

Die Mitschülerin Sophie nahm sich zwei Hexenkekse und einige Zeit später bekam sie eine Warze auf der Nase und auch ihre Stimme veränderte sich.

Helge sprang plötzlich auf den Tisch und brüllte: „Hahaaa, ich kann jetzt fliegen“. Er sprang auf den Boden und rannte aus dem Raum hinaus in den Flur der Schule. Das war sooo lustig. Die Lehrerin wusste gar nicht was los ist. Sie war völlig sprachlos.

Die Luise aß auch einen Hexenkeks. Auf dem Schulhof lockte sie dann die Kinder der kleineren Klasse zu sich und flüsterte immer wieder „Knusper-Knusper-Knäuschen. Kommt doch in mein Häuschen.“. Das war ganz schön unheimlich.

Sogar die Anette fing an Zaubersprüche aufzuzählen. Eigentlich ist sie eine der unauffälligsten Mädchen bei uns in der Klasse. „Hokus Pokus, verschwinde aufs Lokus“ oder „Abracadabra, du frisst jetz Rabarba - Hex-hex“. Mit ihrem Zauberstab fuchtelte sie immer vor den Gesichtern der Kinder herum. Bis die Lehrerin ihr den Stock wegnahm. Da nahm sie sich ihren Bleistift und machte einfach weiter. Am Ende des Unterrichts hatte die Lehrerin 12 Bleistifte auf ihrem Tisch liegen.

Als wir am Nachmittag im Sportunterricht waren schwebte Roman über den Barren. Sowas konnte der noch nie. Unser Sportlehrer Herr Schweißmann traute seinen Augen kaum. Da meinte der Roman zu ihm „Haha, ich kann schweben.“. Roman bekam sogar eine Eins.

„Es ist schon unglaublich was diese Hexenkekse anrichten können.“, stellt Papa erschrocken fest. „Da muss man wirklich aufpassen.“, sagt Mama.

Nach dem Abendessen holt sich Martin einen Besen aus der Besenkammer und versucht damit herumzufliegen. Als die Mutter das sieht, fragt sie : „Martin, du hast doch nicht auch etwas von diesen Hexenkeksen gekostet oder?“ - „Nein Mama, das würde ich nie machen.“


3) Am Kasten hängengeblieben

Im Sportunterricht haben die Schüler Kastenspringen. Als der Georg an der Reihe ist, geht er auf sein Startposition. Er nimmt Anlauf und rennt auf den Kasten zu. Dabei wird er immer schneller und schneller. Er rennt so schnell er kann. Kurz vor dem Bock springt er auf das Sprungbrett und saust über den Kasten. dann mit seinen Füßen an der Kante vom Kasten hängen und klatscht voll auf die Matte, die hinter dem Bock liegt.

Er fällt dabei mit seinem Oberkörper so ungünstig auf seinen Unterarm, dass beide Arm-Knochen knacken. Es macht einmal laut „knicks“ und einmal „knacks“. Durch das laute Knacken fängt sogar an die Sporthalle an zu vibrieren. Ein kollektives „Uuuuuhhhhhh.. Shit!“ raunt durch die Halle.

Als der Georg realisiert, dass sein Arm gebrochen ist, fängt er an wie am Spieß zu Kreischen und zu Keifen - „Aua aua mein Arm, aua mein Arm, aua Arm!“
Das Gejaule ist schwingungsrhythmisch so stark, dass sich auf dem Hallendach die Ziegel lösen und vom Dach herunterrutschen. Bei einigen Schülern fangen sogar die Ohren an zu flattern.

Der Sportlehrer Herr Fangflucht, der neben der Matte steht und den Georg beim Fallen nicht aufgefangen hat, säufzt: „Och nö, nicht schon wieder so einer hier.“

Durch das Gekreische des Georg wird auch die Sportlehrerin Frau Schlafburg angelockt. Sie kommt ohne Zeitverzug angerannt und fragt: „Ist etwas schlimmes passiert?“
- „Joaa... kann sein.“, antwortete der Sportlehrer.
„Soll ich einen Krankenwagen rufen?“
- „Joaa... warum nicht.“, sagte der Lehrer

Die Lehrerein ruft sofort die 112 an. Als der Krankenawgen nach knapp 40 Minuten bei der Sporthalle eintrifft, blutet der Georg bereits seit 45 Minuten. Der Notarzt rennt direkt in die Sporthalle. „Wo ist der Verletzte?“, ruft er.
„Am besten Sie gehen mal weiter hinten in der Halle nachschauen.“ antwortet ein Schüler im vorderen Hallenbereich, der durch as Gepolter und Geschreie geweckt wurde.
Der Notarzt rennt weiter: „Ist hier jemand verletzt?“
„Nein, am besten sie probieren es mal ganz hinten in der Ecke. Glaube das Geschreie kommt von dort.“, sagt ein anderer Schüler der gerade vom Klo kommt.

Als der Notarzt ganz hinten in der Ecke ankommt, sieht er den Georg am Boden daniederliegen. Er erkennt sofort was passiert ist. „Helfen Sie mir den Verletzten auf die Trage zu legen.“, ruft er dem Sportlehrer zu.
„Mh.. also eigentlich wollte ich gerade eine Rauchen gehen..“, antwortet dieser. „- Ok dann gehen Sie erst eine Rauchen, ich warte hier solange. Wenn sie wieder zurück sind legen wir den Georg auf die Trage und schaffen ihn direkt in den Krankenwagen.“ Nach 10 Minuten kam der Sportlehrer wieder und gemeinsam verfrachten sie den Georg in den Krankenwagen. „Türe zu!“, brüllt der Fahrer. Dann fährt der Krankenwagen mit Volldampf los.

Als sie beim McDoof vorbeifahren, macht der Fahrer eine Vollbremsung. „Wollen wir kurz noch beim bei McDoof vorbei, Mittagessen holen?“, fragt der Fahrer.
Der Georg wird dabei durch den Krankenwagen geschleudert und quetscht sich seinen Arm. „Aua aua mein Arm, aua mein Arm, aua Arm!“, schreit der Georg vor Schmerzen.
„Ruhe da hinten!“, ruft der Fahrer.
„Ach Mist, wir essen später. Fahr erstmal weiter ins Krankenhaus.“, sagt daraufhin der Arzt.
Sie düsen direkt ins Krankenhaus in den OP-Saal.

Die Sportlehrerin ruft die Mutter des Georg an und erzählt ihr was passiert ist. Die Mutter ist total erschrocken und ruft den Papa an. Der Papa ruft die Schwester an und die ihren Freund der gerade mit seinem Hund "Rotzi" im Park Spazierkacken ist. Die Familie eilt sofort ins Krankenhaus.

Im Krankenhaus angekommen, ist der Georg bereits operiert. Die Mutter spricht: „Ach mein Georg, meine liebster Georg, warum musste das ausgerechnet dir passieren?“ Daraufhin sagt der Papa: „Ach mein Georg, mein lieber, mich wundert es überhaupt nicht, dass das ausgerechnet dir passiert ist.“ Die Schwester: „Ach Georg, dass es ausgerechnet dir passiert ist geschieht dir recht.“

Nur der Rotzi hat in diesem Moment Mitleid mit dem Georg. Er springt auf das Krankenbett und fängt an dem Georg seine Wunde zu lecken. Zuerst bemerkt Georg das gar nicht. Dann spürt er ein leichtes Kitzeln, dann ein merkwürdiges Jucken und kurz darauf ein agressives Brennen an seiner Wunde. Wie von einer Wespe ins Auge gestochen, schallt es durch den Raum: „Aua aua mein Arm, aua mein Arm, aua Arm!“

Durch das Gejammer wird die Krankenschwester Frau Kochmann angelockt. Sie rennt zum Georg hin uns erkennt sofort, dass seine Wunde wieder aufgeklafft ist. Sie ruft den Doktor an: „Doktor. Schambein, der Patient Georg hat wieder eine klaffende Wunde offen. Es suppt ganz schön stark. Bitte sofort eine Zweitoperation durchführen.“ Der Doktor erwidert: „Nein, für die nächsten 14 Stunden sind alle Operationsräume belegt. Der Patient Dieter Halsbrand bekommt heute einen neuen Kopf eingepflanzt. Aber das ist kein Problem Frau Kochmann, sie können tackern.“

Die Krankenschwester ruft sofort ihre Kollegin Frau Bruchlos an und fragt nach der Tackermaschine. „Oh die Maschine ist für die nächsten zwei Stunden belegt. Du weißt doch dass heute die Patientin Frau Kahlbein eine neue Hüfte eingetackert bekommt.“ „Ach ja.“, erinnert sich die Krankenschwester. „Ich fahre kurz in den Baumarkt um etwas Werkzeug zu kaufen.“, sagt die Krankenschwester zu der Familie. „In der Zwischenzeit können Sie bitte dem Georg ein paar Lieder singen, damit er etwas abgelenkt ist und von den heftigen Schmerzen etwas abgelenkt wird. Danke.“

Etwa 20 Minuten später kommt die Krankenschwester mit einer neuen Tackermaschine zurück. Mit einigen festen Handgriffen macht es einmal „klick, klack, klock, kleck und kluck.“ „Schon fertig. Jetzt ist die Wunde wieder zugetackert.“, freut sich die Krankenschwester. „Der Patient ist jetzt entlassen. Wenn Sie möchten gebe ich Ihnen diesen Handtacker mit nach Hause. Sollte die Wunde noch einmal aufreißen, können Sie direkt nachtackern und müssen nicht extra ins Krankenhaus kommen.“ , schlägt die Krankenschwester den Eltern vor. „Das ist ja voll modern.“, antwortet der Papa voll erfreut. „Ja, aber der Georg hat ab sofort Kastenverbot.“, sagt die Krankenschwester.





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